Sonntag, 01. März 2015

Entschlacken mit Ayurveda

Ständige Müdigkeit, Verdauungsstörungen, Zungenbelag oder häufige Erkältungen sind Hinweise auf Ama (Körpergifte, Schlacken). Sie reichern sich im Körper an und können den gesamten Organismus schwächen und krank machen. Ayurveda kann bei der Ausleitung helfen.

Eine schlechte Verdauung bringt den ganzen Stoffwechsel durcheinander und verursacht Ama – wörtlich übersetzt bedeutet dieser Begriff unverdaut oder unverarbeitet. Diese Körpergifte bzw. Schlacken bilden sich im Magen-Darm-Trakt, in der Leber, im Stoffwechsel von Zellen und breiten sich über das Blut schließlich im gesamten Körper aus.

Diese „Vergiftungen“ können durch üppiges, zu schnelles, unachtsames und unregelmäßiges Essen, zu späte und häufige Mahlzeiten, Schadstoffe, Nahrungsmittelunverträglichkeiten, zu kalte oder trockene Nahrung, zu wenig Flüssigkeit, Alkohol und Drogen – aber auch durch Stress und psychische Belastungen entstehen. Weißmehl, Zucker, Alkohol, Fleisch, Fisch, Eier, Hartkäse und Soja vermehren ebenfalls Ama.

Für die Ausscheidung von Giften und für eine gute Verdauung brauchen Körper und Geist Anregung und Ruhephasen. Dazu trinkt man Wasser – und zwar solches, das zehn bis 15 Minuten gekocht worden ist. Dadurch bekommt es einen süßlichen Geschmack. Die erste Tasse trinkt man lauwarm bis heiß vor dem Frühstück, danach nimmt man alle halben Stunden bis Stunden ein paar Schlucke. Da es sich um reine Flüssigkeit handelt, wird es vom Körper sehr schnell aufgenommen. Als Faustregel im Ayurveda gilt: 33 Milliliter pro Kilo Körpergewicht trinken – damit deckt man den Tagesbedarf an Flüssigkeit (bei 50 kg sind das ca. 1,8 Liter am Tag, bei 80 kg 2,4 Liter).

Dazu trinkt man über den Tag verteilt warmen Ingwertee.
Und natürlich hält man Diät: Auf jeden Fall reduziert werden muss der Verzehr von industriell hergestellten Produkten, die chemische Zusatzstoffe enthalten.

Bei einer optimalen Verdauung haben wir zwei- oder dreimal am Tag Hunger. Im Ayurveda wird geraten, nicht zwischen den Mahlzeiten zu essen, sondern nur dann, wenn der Magen leer ist. Bei Obst und leichtverdaulichem Gemüse ist das nach 30 Minuten bis zwei Stunden der Fall, nach einer vollständigen Mahlzeit sollte vier bis sechs Stunden bis zum nächsten Essen gewartet werden. Die Hauptmahlzeit findet am besten mittags statt, abends sollte man besser nur noch Leichtverdauliches essen.

Dazu kommen Sport und Bewegung, die den Körper ins Schwitzen bringen und die Ausscheidung der Giftstoffe durch die Haut begünstigen. Sauna, Dampfbad und Massagen helfen ebenfalls.
Und: Man reinigt die Zunge mit einer (Zahn-)Bürste und den Mund mit einer Ölspülung. Dazu wird ein Esslöffel Sesam-, Sonnenblumen- oder Olivenöl in den Mund genommen und einige Minuten im Mund hin und her bewegt. Dabei reichert das Öl, das man dann ausspuckt, die Schadstoffe an. Wir kennen den Prozess als „Ölziehen“, das schon seit jeher ein altes Hausmittel ohne jegliche Nebenwirkungen war.