Entspannung durch Ausmalen - alte Methode, neuer Trend

Mittwoch, 15. Februar 2017

Entspannung durch Ausmalen - alte Methode, neuer Trend

Dass Yoga und Sport gut gegen Stress sind, ist bekannt. Aber auch das Ausmalen von Mandalas kann helfen.

Um nicht ständig in den Alltagstrott und -stress zu verfallen, kann man sich an verschiedenen Entspannungstechniken versuchen. Ein neuer Entspannungstrend, der in den letzten Jahren immer populärer wurde, ist eigentlich schon sehr alt.

Es handelt sich um das Ausmalen von Bildern, eine Tätigkeit, die wir alle noch aus unserer Kindheit kennen. Bei dieser “Meditation mit Buntstiften” werden meist Mandalas ausgemalt.

Was sind Mandalas?

Übersetzt bedeutet der Begriff Mandala in etwa „vom Zentrum ausgehend“. Mandalas sind geometrische Bilder in unterschiedlichen Formen, die sich stets um einen Mittelpunkt zentrieren und im Aufbau strengen geometrischen Regeln folgen. Oft bestehen sie aus einem Zusammenspiel aus Quadraten und Kreissegmenten.

Mandalas haben in vielen Religionen eine besondere Bedeutung und werden dort auch zur Meditation verwendet. Vor allem im Buddhismus und Hinduismus gibt es eine lange Tradition, wobei diese Bilder ausgemalt, gelegt oder mit buntem Sand gestreut werden.

Warum sollte ich Mandalas malen?

Das Ausmalen von Mandalas bringt viele positive Wirkungen mit sich:

  • man entspannt sich
  • Stress wird abgebaut
  • die innere Stimme wird ausgeschaltet, der Gedankenfluss versiegt
  • Konzentration und Kreativität werden gefördert
  • Gelassenheit stellt sich ein

Warum wirken Mandalas?

Man konzentriert sich während des Ausmalens nur auf eine Sache und das beruhigt. Alle anderen Dinge, (z. B. Sorgen), werden ausgeblendet. Es ist wie eine Art Urlaub für den Verstand.

Die Wirkung von Mandalas wurde im Laufe der Geschichte sowohl tiefenpsychologisch als auch kosmologisch erklärt.

Für erstere Erklärung ist Carl Gustav Jung verantwortlich, der Begründer der Analytischen Psychologie. Jung sah die Ursache für die Wirkung in den Archetypen. Das sind Erfahrungen, die sich ins kollektive Unterbewusstsein eingebrannt haben. Werden diese Archetypen aktiviert, sollen Kräfte und Energien freigesetzt werden. Mit der Hilfe von Mandalas sollen diese tief in uns schlummernden Kräfte angesprochen werden können.

Jung nutzte Mandalas in der Therapie, um den seelischen Zustand eines Menschen abzulesen und die Persönlichkeit zu stärken.

Auch bei der kosmologischen Erklärung geht es um Energie. Nach dieser Erklärung sind Mandalas Symbole, die auf Energien aufmerksam machen und diese konzentrieren.

Wie malt man Mandalas richtig aus?

Um die beste Wirkung herauszuholen, sollte man beim Ausmalen wie folgt vorgehen:

  1. Wählen Sie zuerst ein Mandala aus, das ihnen gut gefällt.
  2. Gehen Sie an einen ruhigen Ort, wo Sie ungestört sind.
  3. Beginnen Sie dann einfach mit dem Ausmalen und zwar ohne viel nachzudenken, wie das Mandala am Ende aussehen soll.
  4. Malen Sie von außen nach innen, also immer zum Zentrum hin.
  5. Konzentrieren Sie sich nur auf die Aufgabe des Ausmalens. Kein Multitasking. Schalten Sie also jegliche Musik oder den Fernseher ab und schalten  Sie Ihr Mobiltelefon aus.
  6. Es geht nicht um Perfektion. Das Ergebnis ist unwichtig, weshalb z. B. gelegte Mandalas nach der Vollendung auch gleich wieder abgebaut werden. Es geht nur um den Prozess, also das Malen selbst.

Wenn Sie nun selbst einmal probieren möchten, ein Mandala auszumalen, finden Sie im Internet, z. B. unter diesem Link, Vorlagen. Es gibt aber auch Mandala-Malbücher zu kaufen. Fragen Sie einfach im Buchhandel nach.