Montag, 02. März 2015

Die Haut als Spiegel der Seele – welcher Typ sind Sie?

Die Haut ist unser größtes „Organ“ und gilt als Spiegel der Seele – trocken, schlaff und fettig? Oder glatt und rein? Oft sind ganz einfach Pflege und Ernährung falsch oder der Lebensstil ist nicht gesundheitsförderlich. Wer mit Ayurveda den Haut-Typ bestimmt, hat gute Chancen auf die richtige Pflege und damit auf ein frisch-fröhliches Frühlingslächeln, das einem aus dem eigenen Spiegel entgegenstrahlt.

Wobei: Hundert-Prozent-Typen gibt es im Ayurveda kaum, auch nicht bei der Haut. Fast alle Menschen sind Mischtypen mit einem Hang zum einen oder anderen der drei Doshas Vata, Pitta oder Kapha. Das heißt, ein Dosha dominiert – auch bei der Haut. Und so schauen die drei Typen in Reinkultur aus – wenn sie gesund bzw. gestört sind.

Vata-Haut fühlt sich eher kühl an, ist meist feinporig, blass, zart, trocken und reagiert sensibel auf Umwelteinflüsse, vor allem Kälte und Trockenheit: Vata-Haut ist sehr empfindlich und wird schnell rissig. Gerät sie aus dem Gleichgewicht, wird sie schuppig und altert schnell. Auch Unreinheiten und Vernarbungen sind dann ein großes Thema.
Die richtige Pflege enthält daher alles, was mit entspannenden Gesichts-Öl-Massagen, nährenden Masken, vitalisierenden Behandlungen und nährenden Pflegecremes zu tun hat.

Pitta-Haut ist glänzend glatt, gut durchblutet und warm. Sie neigt zu Pickeln, Akne, Muttermalen, Sommersprossen und Falten, schwitzt gerne und viel, auch im Gesicht. Pitta-Haut neigt zu leichter Faltenbildung und Rötungen. Ist Pitta außer Kontrolle geraten, geht das oft mit innerer Unruhe, Nervosität, Blähungen, Verstopfung und Schlafstörungen einher. Dazu kommen häufiges Schwitzen, Sodbrennen, Ungeduld, Ärger und das Gefühl, psychisch unter Druck zu stehen.
Pitta-Haut möchte dann gerne gekühlt und beruhigt werden, z. B. in entspannenden Öl-Massagen. Und: Auf Säure-Basen-Haushalt in der Ernährung achten!

Kapha-Haut fühlt sich kühl, gut durchfeuchtet und eher „dick“ an. Sie ist glänzend, ölig, aber weich und glatt. Kapha-Haut schwitzt wenig und der Teint ist hell und blass. Sonne verträgt Kapha-Haut besser, auch mit Kälte kommt sie aufgrund ihrer Fett-Isolierung gut zurecht. Gerät Kapha aus dem Ruder, bilden sich vermehrt große Poren und Talgablagerungen sowie juckende und nässende Ekzeme. Das zeigt dann auch von einem trägen Stoffwechsel, der Wasser und Gifte ansammelt – das Gefühl von Schwere, Trägheit und Unlust breiten sich aus und können sich bis zur Depression steigern.
Die Behandlung versucht hier, den Lymphfluss zu erhöhen, den Hautstoffwechsel zu aktivieren und eingelagerte Schlacken auszuleiten. Das geschieht u. a. mit Dampfbädern mit ätherischen Zusätzen – heiße Kompressen unterstützen die Reinigung, schenken neue Energie und verfeinern das Hautbild.