Honig - heilsames Naturprodukt

Montag, 18. Januar 2016

Honig - heilsames Naturprodukt

Das Wissen um die heilenden Wirkungen von Honig existierte schon in allen alten Kulturen. Auch im Ayurveda kannte man die heilenden Wirkungen dieses Naturprodukts.

Um ein Kilo Honig zu erzeugen, müssen Bienen ordentlich arbeiten. Eine einzige Biene müsste dafür sieben Mal die Erde umrunden. Doch Honig ist den ganzen Aufwand wert. Für Bienen ist er in erster Linie unverderbliche Nahrung und Energiequelle. Für den Menschen bietet er neben Energie auch zusätzliche Wirkungen.

Unzählige Studien haben in den letzten Jahrzehnten immer wieder belegt, was die alten Griechen, die Ägypter und auch die ayurvedische Lehre schon lange wussten: Honig fördert die natürlichen Heilkräfte des Körpers. Wie wirkt er aber?

In erster Linie verhindert Honig bakterielles Wachstum, indem er Bakterien Wasser entzieht. Dazu kommt das im Honig enthaltene Enzym Glukoseoxydase. Im Körper wird es in desinfizierendes Wasserstoffperoxid verwandelt. Daneben hat Honig viele Vitamine und Mineralstoffe, die das Immunsystem unterstützen und stärken.

Honig besteht großteils aus Frucht- und Traubenzucker sowie ungefähr 20 Prozent Wasser und noch gut 2 Prozent Enzyme. Das sind Eiweißverbindungen, die die Bienen selbst dazumischen. Diese sind so effektiv gegen Bakterien.

Honig im Ayurveda

Im Ayurveda wird Honig, der als herausragendes Nahrungsmittel gesehen wird, zu Heilzwecken eingesetzt. In den klassischen Texten werden verschiedene Arten von Honig beschrieben, denen bei uns wohl ein möglichst flüssiger, qualitativ hochwertiger Waldhonig mit bitterem Geschmack am ähnlichsten ist. Der Honig sollte aber mindestens ein Jahr gelagert werden, bevor er verzehrt wird. Erst dann treten die beschriebenen Wirkungen auf.

Obwohl Honig süß schmeckt, reduziert er Kapha. Sehr interessant und eine tolle Nachricht für Menschen mit zu viel Kapha. Wegen der zusammenziehenden, trockenen und auskratzenden Qualitäten kann er sogar beim Abnehmen helfen. Die reduzierenden Wirkungen entfaltet Honig vor allem, wenn er in warmem Wasser aufgelöst wird (ein Teelöffel Honig pro Glas Wasser).

Hauptsächlich wurde Honig im Ayurveda bei Atemwegserkrankungen eingesetzt. Er soll auswurffördernd wirken und gut für Stimme sowie gegen Husten und Asthma sein. Er gilt in den klassischen Texten auch als gut für das Herz und für die Haut. Honig unterstützt die Verdauung und den Stoffwechsel. Auch zur Wundheilung wurde er im Ayurveda schon immer verwendet.

Eingesetzt wird er im Ayurveda aber vor allem als Trägersubstanz für andere Heilmittel, weil er deren Wirkungen verstärkt und sie tief in die Körpergewebe befördert. Er wird aber auch einfach nur wegen des Geschmacks verwendet.

Die klassischen Texte warnen übrigens davor, Honig zu erhitzen. Das bestätigt auch die moderen Forschung. Über 40 Grad Celsius werden Aromastoffe und wichtige Enzyme zerstört.

Erhitzter Honig wirkt langfristig, nach ayurvedischen Kenntnisen, sogar toxisch, weil er das Blutgewebe verunreinigt, was schließlich zu Leberkrankheiten, Entzüngen und Hautproblemen führen kann. (Für eine genauere Erklärung der Gewebe klicken Sie bitte hier.) In zu großen Mengen sollte Honig nicht eingenommen werden, weil es sonst im Körper zur Bildung von Schlacken kommt bzw. Vata erhöht wird.